Archiv für den Monat: Juli 2015

Machen Sie den Urlaubscheck!

In vielen Bundesländern haben die „großen“ Ferien schon begonnen. Bevor Sie mit Auto, Bahn oder Flieger in den Urlaub fahren, sollten Sie darauf achten, dass Haustiere und Pflanzen gut versorgt sind.

Aber auch an den „unsichtbaren“ Stromverbrauch sollten Sie denken, bevor Sie sich in die wohlverdienten Ferien stürzen. Ziehen Sie vor der Abreise am besten sämtliche Stecker, denn Fernseher, Stereoanlage, Computer etc., verbrauchen teilweise auch im Stand-by-Modus noch Strom, das gilt insbesondere für ältere Geräte. Manche Elektrogeräte sogar noch, wenn sie direkt am Gerät ausgeschaltet werden. Daher vor dem Reiseantritt checken, ob auch alles tatsächlich vom Netz genommen wurde.

Was ist mit dem Kühl- und Gefrierschrank? Der gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Hersteller empfehlen erst ab einer Abwesenheit von zwei Wochen und länger, das Geräte bzw. die Geräte abzuschalten. Zu beachten ist, dass eine Wiederinbetriebnahme mit einem relativ hohen Energieaufwand verbunden ist. Wenn Sie abschalten wollen: Die Geräte abtauen und reinigen. Und lassen Sie die Tür immer einen Spalt offen stehen, damit sich kein Schimmel bildet. Aber nicht zu weit, sonst könnte das Gewicht der Tür die Scharniere beschädigen.

Tipp: Bevor Sie vor Reiseantritt Lebensmittel wegwerfen, laden Sie Ihre Nachbarn nochmal zum Essen ein!

Teil 2: Im Sommer lässt sich gut Energie sparen, denn…

  • unsere Wäsche können wir bei Sonnenschein auf dem Balkon oder im Garten trocknen. Dadurch sparen wir uns den Strom für den Wäschetrockner und die Wäsche duftet herrlich frisch.
  • jetzt trauen wir uns auch mal unter die kalte Dusche. Das sorgt bei heißen Temperaturen für angenehme Abkühlung, strafft das Bindegewebe und kurbelt den Kreislauf an. Außerdem entfällt die Wassererwärmung – immerhin zweitgrößter Energieverbraucher im Haushalt.
  • es bleibt jetzt länger hell. Wir sparen uns den Strom für die Beleuchtung (oder setzen sehr effiziente LED-Leuchten bzw. Lampen ein). Und wenn wir abends den Tag auf der Terrasse oder dem Balkon gemütlich ausklingen lassen, dann am liebsten bei romantischem Kerzenschein.
  • der Herd bleibt öfter aus und der Grill wird angeworfen. Tipp: Tofu-Würstchen und Gemüsekreationen sind klimafreundlicher als ein Steak. Ein Kilogramm Rindfleisch  verursacht immerhin so viele Treibhausgase wie 19 Kilogramm Gemüse.

Was versteht man unter Energy-Harvesting?

Seit einigen Jahren lassen sich kleine Mengen Energie mithilfe von „Energiewandlern“ ernten (engl.: to harvest). Energy-Harvesting vermeidet bei Drahtlostechnologien Einschränkungen, wie es zum Beispiel bei Batterien der Fall sein kann.
Die „Energy-Harvesting-Systeme“ nutzen etwa Vibrationen von Maschinen und Fahrzeugen (piezoelektrisch) oder Temperaturunterschiede (thermoelektrisch), um Strom zu erzeugen. Auch die Energiegewinnung über photoelektrische Effekte gehört dazu. Armbanduhren oder Funksender werden so mit Strom versorgt.

Aber es gibt auch schon Pilotprojekte, bei denen Gehwege mit druckempfindlichen Bodenplatten ausgerüstet werden. Dabei wird durch darüber laufende Fußgänger die Platte abgesenkt und damit Strom erzeugt. In Toulouse/ Frankreich gibt es dazu das Projekt Trott-Elec (Trott-Élec; Trottoir Électrique – elektrischer Bürgersteig).  Die damit erzeugte Energie soll zur Beleuchtung der Straße genutzt werden. Ein ähnliches Konzept wurde für Tanzböden und elektrische Kleingeräte in den Niederlanden entwickelt. (Quelle: Wikipedia). Insgesamt ist Energy-Harvesting ein interessantes Forschungsfeld, das langfristig großes Potenzial hat.

Mehr zu Trott-Elec hier!

Kühle Räume auch an heißen Tagen

Bei heißen Temperaturen sorgen geschlossene Fenster und abgedunkelte Räume tagsüber für eine relativ kühle Wohnung. Deshalb am besten morgens und abends Stoßlüften. Hilfreich sind auch Rollläden, die Außen angebracht sind. Vorteil: Sie sperren die Hitze aus. Das alleinige Zuziehen von Vorhängen bringt dagegen nicht so viel, die Hitze gelangt trotzdem in den Raum. Wenn, dann sollte man am besten helle Vorhänge oder Rollos nutzen.

Wer allerdings gar nicht auf das Klimagerät verzichten kann, sollte hier unbedingt auf die Energieeffizienz achten. Seit 2013 gibt es auch für Klimageräte ein EU-Energielabel mit den  Energieeffizienzklassen A+++ bis D. Besonders sparsame Klimageräte (Ein- und Zweischlauchgeräte) sind in den Energieeffizienzklassen A++ und A+++ zu finden. Die Kennzeichnungspflicht gilt für Klimageräte bis 12 kW Kühlleistung.

 

Teil 1: Im Sommer lässt sich gut Energie sparen, denn…

…die Heizung bleibt endlich aus, und damit der mit Abstand größte Energieverbraucher im Haushalt. Der Anteil der Heizenergie am Energieverbrauch beträgt immerhin bis zu 70 Prozent.

Wird die Heizungsanlage hingegen auch für die Warmwasserbereitung eingesetzt, sollte die Heizung nicht ganz abgestellt werden. Moderne Heizungen sind so ausgestattet, dass sie selbstständig in den Sommerbetrieb schalten.

Es gilt die alte Weisheit: Hausbesitzer, die noch eine alte Heizung mit hohem Energieverbrauch und ohne moderne Regelungstechnik besitzen, sollten den Sommer nutzen und ihre Heizung modernisieren. Es gibt eine Reihe sehr energieeffizienter Heizsysteme, z.B. die elektrische Wärmepumpe oder Gas-Brennwertgeräte in Verbindung mit einer solarthermischen Anlage.