Archiv für den Monat: Juni 2015

Mediennutzung: effizient und klimafreundlich

Noch immer werden große Mengen an CDs und DVDs verkauft. Eine bessere Alternative sind Downloads über das Internet, denn die verursachen rund 80 Prozent weniger CO2-Emissionen als der Vertrieb von Musik, Filmen oder Spielen über Datenträger. Eine weitere Möglichkeit Medien umweltfreundlich zu nutzen, ist der Besuch einer öffentlichen Stadtbücherei. Viele Bibliotheken verfügen mittlerweile neben Büchern auch über ein großes Sortiment an Musik und Filmen. In der Regel ist man schnell und kostengünstig registriert und kann sich die Medien für eine bestimmte Zeit ausleihen.

Natürlich gilt: Wenn die Bibliothek besucht wird, dann bitte aufs Fahrrad steigen oder ein öffentliches Verkehrsmittel nutzen!

Call a Fahrrad!

Leihräder sind heute in fast jeder größeren Stadt zu haben. Das ist vor allem in der warmen Jahreszeit praktisch: Man kann seinem Besuch mal in Ruhe die Stadt zeigen und auch Touristen freuen sich.

Mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten stunden- oder tageweise an ein Leihfahrrad zu gelangen. Sie reichen vom klassischen Fahrradverleih mit geregelten Öffnungszeiten bis hin zum Verleihsystem, das ähnlich wie das Carsharing funktioniert: Die Räder sind an bestimmten Stationen in der Stadt verteilt. Wer ein Fahrrad mieten will, ruft eine Hotline an, jongliert mit einigen Zahlencodes – und darf losradeln. Bei größeren Anbietern wie Call a Bike oder Nextbike muss man sich vorher per Internet anmelden. Davor sollte man sich allerdings gut informieren, denn die Preise variieren zum Teil stark.

Anders beim kostenlosen Fahrradverleih BikeSurfBerlin. Wer ein Fahrrad leihen möchte, sucht es sich auf der Internetseite aus und bekommt per SMS den Standort und den Code fürs Schloss gesendet. Im Winter darf man die Räder bis maximal einen Monat, im Sommer eine Woche lang behalten. Und das kostenlos!

Ökostrom zieht an

In Deutschland wird fleißig Strom aus erneuerbaren Energien produziert:  Rund 1,5 Millionen Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom stehen bereit. Die Solarenergie, mit etwa 1,4 Millionen Anlagen, belegt dabei unangefochten den ersten Platz, gefolgt von rund 23.000 Windenergieanlagen an Land und etwa 13.600 Anlagen zur Herstellung von Biomasse.

Bayern ist das Bundesland mit den meisten Ökostromanlagen (473.274), dahinter  kommen Baden Württemberg (270.441) und Nordrhein-Westfalen (215.824).  Jedoch wird in Niedersachsen der größte Anteil an Ökostrom produziert: etwa 23 Mrd. kWh grünen Strom erzeugte das Bundesland mit seinen leistungsstarken Onshore-Windanlagen in 2013. Bayern, das den zweiten Platz belegt, kam im selben Jahr auf 20,5 Mrd. kWh grünen Strom, Nordrhein-Westfalen auf 13,3 Mrd. kWh.

Die erneuerbare Energien haben damit einen stark wachsenden Anteil an der Stromerzeugung.
Damit die Integration des Ökostroms in das Gesamtsystem künftig besser funktioniert, ist allerdings  noch einiges zu tun. Beispielsweise müssen konventionelle Reserve-Kapazitäten sichergestellt werden, für Zeiten, in denen zu wenig grüner Strom fließt. Vor allem muss aber der Ausbau von Stromnetzen erfolgen.

Quelle: BDEW