Archiv für den Monat: Mai 2015

Grüne Suchmaschinen

Was viele nicht wissen: Internet-Suchmaschinen verbrauchen bei jeder Anfrage Strom. Entsprechend hoch sind die Energieverbräuche der Rechenzentren. Wie Google mitteilte, beläuft sich der Verbrauch einer Anfrage auf rund 0,3 Wattstunden. 100 Anfragen entsprechen in etwa dem Betrieb eines Notebooks mit 30 Watt Leistung über einen Zeitraum von einer Stunde. Das erscheint nicht viel, aber summiert sich bei weltweit Milliarden von täglichen Anfragen. Daher unser Energietipp, der zwar nicht den eigenen Geldbeutel schont, aber trotzdem dazu beiträgt Energie zu sparen: Suchmaschinen sollten nur genutzt werden, wenn unbedingt nötig.

Es gibt auch sogenannte „grüne“ Suchmaschinen, wie zum Beispiel Benefind oder Ecosia. Sie versprechen, ihre Werbeerlöse in Klimaprojekte zu investieren – denn Suchmaschinenbetreiber verdienen Geld über Banner- und Anzeigenschaltung. Bei Benefind wird jede zweite Suchanfrage mit einer Spende an eine Hilfsorganisation Ihrer Wahl unterstützt. Ecosia ist eine Suchmaschine, die mindestens 80 Prozent ihres Einnahmeüberschusses einem Aufforstungsprogramm zur Verfügung stellt. Der Haken an der Sache ist aber, dass sämtliche Anfragen auch dort im Hintergrund über gängige Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing abgewickelt werden.

Stromsparen mit der elektrischen Zahnbürste

Am wenigsten Strom verbraucht man natürlich, wenn man beim Zähneputzen eine normale Handzahnbürste verwendet. Zahnärzte empfehlen allerdings eine elektrische Bürste, da sie mit einer Schwingungszahl von bis zu 40.000 Umdrehungen in der Minute die Zähne schneller und gründlicher von Belägen befreit und dabei schonender zu Zahnschmelz und Zahnfleisch ist.

Bei elektrischen Zahnbürsten ist das Netzteil direkt im Gerät integriert. Für Geräte, die seit Januar 2013 auf den Markt sind, gilt, dass sie nur noch maximal 0,5 Watt Leistung beziehen, wenn sie trotz aufgeladenem Akku am Netz bleiben. Davor lag der Grenzwert bei 1,0 Watt. Elektrische Zahnbürsten, die vor 2010 gekauft wurden, haben einen noch etwas höheren Stromverbrauch im Leerlauf. Haushalte können ihren Stromverbrauch leicht senken, wenn sie das Ladegerät nach einer Aufladung aus der Steckdose ziehen.

Lebensmittel: Kurze Wege schonen die Umwelt

Einen Beitrag zum Klimaschutz kann jeder von uns durch eine bewusste Ernährung leisten. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verbraucht jeder Deutsche im Jahr durchschnittlich 500 Kilogramm Lebensmittel und verursacht dadurch Treibhausgas-Emissionen von rund 2,1 Tonnen. Knapp die Hälfte davon entsteht bei der Erzeugung und dem Transport der Nahrungsmittel, ein weiterer großer Teil entfällt auf die Lagerung und Zubereitung.

Grundsätzlich gilt, dass Nahrungsmittel, die von Tieren stammen, wie Fleisch, Butter oder Eier, eine deutlich schlechtere Klimabilanz haben als pflanzliche Nahrungsmittel: Rund 60 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche werden als Weide oder zum Abbau von Viehfutter genutzt.

Einen Beitrag für Umwelt und Tier können wir also leisten, wenn wir beispielsweise auf täglichen Fleischverzehr verzichten. Hier gilt der Grundsatz „Klasse statt Masse“. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung sollten nicht mehr als 600 Gramm Fleisch pro Woche auf dem Teller landen. Übrigens: Eine Portion Rindfleisch (180g) pro Woche weniger spart im Jahr rund 126 kg CO2.