Archiv für den Monat: März 2015

Wie viel Energie verbraucht unser Gehirn?

Von allen Organen im menschlichen Körper verbraucht das Gehirn im Verhältnis zum Gewicht die meiste Energie. Obwohl es nur etwa zwei bis drei Prozent unseres Gesamtgewichts ausmacht (es wiegt ca. 1,4 Kilogramm), beansprucht es rund 17 Prozent des Gesamtenergiebedarfs des Körpers. Kein Wunder, schließlich müssen etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) und mehr als 60 Billionen Verknüpfungen (Synapsen) versorgt werden, die dafür sorgen, dass wir atmen, denken, laufen oder sprechen können.

Als Treibstoff dient dem Gehirn Zucker, genauer: Glukose. Um an die benötigte Energie zu gelangen, wandelt unser Organismus Nahrungsmittel in Glukose um. Und je mehr Leistung unser Denkorgan erbringen muss, desto mehr Glukose benötigt es. Bei Stress entzieht das Gehirn dem Blut sogar bis zu 90 Prozent des Energieträgers.

Allerdings sind es nicht geistige Tätigkeiten, etwa fleißiges Lernen und hohe Konzentration, die unserem Hirn die meiste Energie rauben. Bis zu 90 Prozent der Energie benötigen die grauen Zellen für unbewusste Abläufe und automatische Prozesse, darunter die permanente Auswertung optischer und akustischer Informationen, dem Erhalt des Stoffwechsels oder der Motorik.

Um die überlebenswichtigen Funktionen auch in schlechten Zeiten, beispielsweise in langen Hungerphasen, zu gewährleisten, spart das energieeffiziente Gehirn bei bewussten Vorgängen wie Denken und Konzentration. Zudem bedient es sich immer als Erstes an der vorhandenen Energie: Während die anderen inneren Organe bis zu 40 Prozent ihrer Substanz verlieren können, büßt das Hirn bei Engpässen maximal zwei Prozent Gewicht ein.

Bodentreppe: alles dicht?

Der Dachboden ist gedämmt, soweit so gut! Leider wird eine Schwachstelle von Hausbesitzern gerne mal übersehen: die einklappbare Bodentreppe! Doch ungedämmte oder schlecht sitzende Lukendeckel führen zum Verlust von Heizwärme. Ein großer Teil der Dämmwirkung geht verloren und die Energiekosten steigen.

Wichtig ist daher, dass die Bodentreppe passgenau eingebaut wird und die umlaufende Einbaufuge absolut luftdicht ist. Bei dem Kauf einer neuen Treppe sollte man außerdem auf den U-Wert achten. Dieser sollte bauteilgeprüft sein und für die gesamte Treppe gelten, also nicht nur für einen gedämmten Teilbereich des Deckels. Der U-Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizienten an: je niedriger er ist, desto besser die Wärmedämmeigenschaft.

Übrigens: Nach der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) müssen oberste Geschossdecken, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen und nicht den Mindestwärmeschutz erfüllen, bis Ende 2015 gedämmt sein. Der U-Wert muss dann bei mindestens 0,24 W/m²K liegen. (Hausbesitzer, die bereits vor dem 1. Februar 2002 in ihrem Haus wohnten, sind von der Regel ausgenommen.)

Mit Jute zum Einkaufen

Beim Einkaufen bekommen wir oft alle möglichen Plastiktüten in die Hand gedrückt, denn leider ist der Großteil der mehr als 18 Millionen Tüten, die täglich über deutsche Ladentheken wandern, gratis.

Was viele nicht ahnen: Die Tüten vergeuden bei der Herstellung wertvolle Ressourcen und benötigen sehr viel Energie. In den Industrieländern gehören sie mittlerweile zu den größten Umweltproblemen überhaupt, denn Plastiktüten können bis zu 450 Jahre in der Natur verweilen. Der Kunststoff zerfällt in mikroskopisch kleinste Teilchen und gefährdet nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern gelangt über die Nahrungskette auch zum Menschen.

Statt auf Plastiktüten sollten wir beim Einkaufen also lieber auf den Jutebeutel oder den Rucksack zurückgreifen. Dadurch kann jeder von uns im Jahr bis zu acht Kilo schädliches C02 einsparen. Übrigens: In Irland sank der Verbrauch von Plastiktüten um 90 Prozent, seit diese kostenpflichtig sind.

Die größten Stromverbraucher beim Pro-Kopf-Verbrauch

Mittlerweile führt China die Rangliste der weltweit größten Stromverbraucher an und hat die USA von Platz 1 verdrängt. Der Stromverbrauch eines Landes sagt allerdings noch nicht viel über den durchschnittlichen Verbrauch seiner Einwohner aus, da zeigen sich erhebliche Differenzen. Wie viel Strom verbrauchen die weltweit größten Stromverbraucher also pro Kopf?

In dieser Kategorie lassen die USA mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 12 947 kWh (2012) die Volksrepublik ganz weit hinter sich: China verbrauchte im selben Zeitraum etwa 3 488 kWh pro Kopf. Deutschland lag mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 7 138 kWh leicht hinter Japan (7 753 kWh). Russland benötigte im Schnitt 6 602 kWh Strom pro Einwohner. Schlusslicht bildete Indien, mit einem Stromverbrauch von 760 kWh.

Übrigens: Weltweit lag der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch 2012 bei 2 972 kWh Strom. In den Mitgliedsländern der OECD (Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit) waren es dagegen 8 089 kWh.
Laut IEA (Internationale Energieagentur) führt Island mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 53.156 kWh die Liste der weltweit größten Pro-Kopf-Verbraucher bei weitem an.

Quelle: IEA Keyworld Energy Statistics 2014