Archiv für den Monat: April 2014

Neue Fernsehgeräte verbrauchen weit weniger Strom als alte Röhren.

Beim Energieverbrauch nicht in die Röhre schauen!

Fernseher werden zwar immer leistungsfähiger, haben aber trotzdem einen erheblichen Beitrag zum Stromverbrauch im Haushalt. Worauf sollte man beim Kauf eines Fernsehers achten? Um sich für das richtige Gerät zu entscheiden, ist es ratsam, Fernsehgeräte gleicher Bildschirmgröße zu vergleichen. Daher sollte man sich zunächst Gedanken über die Größe des Geräts machen, und sich anschließend über die Leistungsaufnahme und den Jahresverbrauch informieren.

Eine wichtige Informationsquelle ist dabei das Energielabel. Damit lässt sich relativ unkompliziert das effizienteste Gerät auswählen. Bis zum 30. November 2011 galt für neue TV-Geräte ein Energielabel, das von „A“ (sehr sparsam) bis „G“ (extrem hoher Verbrauch) reichte. Im Januar dieses Jahres wurde das Energielabel auf „A+“ bis „F“ angehoben. Ab 2017 soll die Skala von „A++“ bis „E“ reichen. Ab Januar 2020 soll für Fernseher die Klasse „A+++“ eingeführt werden und „E“ entfallen.

Zum Vergleich: Ein Fernseher der Klasse „A+“ verbraucht rund 75 Prozent weniger Strom als ein ineffizientes Modell der Klasse F. Wer also heute noch einen älteren Röhrenfernseher besitzt, sollte unbedingt prüfen, ob er mit einer Neuanschaffung nicht besser fährt. Nicht nur der höhere Komfort eines Flachbildschirmes spricht für ein modernes Gerät! Die Tabelle unten (bitte anklicken) zeigt, dass auch die Nutzungsdauer eine große Rolle beim Stromverbrauch spielt!

Unbenannt

 

Viele Geräte verbrauchen Strom im Bereitschaftsmodus.

Standby-Modus beachten!

Viele Elektrogeräte verbrauchen auch im Ruhezustand, im sogenannten Standby-Modus, Strom. Während bei neueren Geräten ein Kontrolllämpchen den Bereitschaftsmodus anzeigt, besitzen ganz alte Geräte dieses Lämpchen nicht, so dass Nutzer oftmals nichts von dem stillen Stromverbrauch ahnen.

Aber auch hier regelt eine Verordnung der EU – zumindest für Neugeräte – zulässige Grenzwerte. Seit Januar 2013 gelten folgende Werte: Der maximal zulässige Energieverbrauch im Standby-Modus liegt bei 0,5 Watt (zuvor 1 Watt). Die Leistungsaufnahme von Geräte im Standby-Modus inklusive Statusanzeige darf 1 W (zuvor 2 Watt) nicht überschreiten.

Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie Geräte, die nicht gebraucht werden oder auf eine permanente Stromversorgung angewiesen sind, z.B. mithilfe von schaltbaren Steckdosen komplett vom Stromnetz trennen.

 

 

 

 

Schnell und stromsparend: der Eierkocher

Energieeffizientes Eierkochen

Ostern ohne bunt verzierte Ostereier ist undenkbar. Schon lange bevor es das kirchliche Osterfest gab, wurden in antiken Religionen und Kulturen zu Beginn des Frühjahrs Eier bemalt und dekoriert. In der Antike symbolisierte das Ei neues Leben, Fruchtbarkeit und den Neubeginn. Später, in der christlichen Interpretation, wurde das Ei zum Sinnbild für die Wiederauferstehung Jesu Christi und den Triumph des Lebens.

Das Frühstücksei, nicht nur zu Ostern

Mit einem elektrischen Eierkocher können Sie Eier das ganze Jahr über schnell und stromsparend zubereiten. Das Gerät gart die Eier im Dampf mit sehr wenig Wasser. Auf diese Weise verbraucht ein Eierkocher nur rund die Hälfte von der Energie, die beim Kochen im geschlossenen Topf anfällt. Wer also regelmäßig ein Ei zum Frühstück verspeist, sollte zu einem Eierkocher greifen. Das spart Geld, und die Anschaffungskosten sind schnell wieder drin. Auch die Handhabung von Eierkochern ist denkbar einfach: Wasser abmessen, Eier anpiksen, Gerät anschalten. Wenn es piepst, sind die Eier fertig.

Bei den meisten Eierkochern funktioniert die Garzeitregulierung über die eingesetzte Wassermenge. Also Vorsicht: Bereits ein paar Milliliter Wasser mehr oder weniger entscheiden über den Härtegrad Ihres Frühstückeis. Es gibt aber auch Geräte, die über eine manuelle Härtegradregulierung verfügen.

 

 

Mit der EnEV 2014 kommen auf Neubauten höhere bautechnische Standardanforderungen zu

1. Mai – Die neue Energieeinsparverordnung tritt in Kraft

Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) tritt am 1. Mai 2014 in Kraft. Mit ihrer Novellierung werden vor allem an Neubauten höhere bautechnische Standardanforderungen gestellt. Doch auch für Besitzer älterer Gebäude ergeben sich einige neue Regelungen.

Die wichtigsten Änderungen:

1. Neubauten

Neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude müssen ab dem 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen: Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) sinkt dann um 25 Prozent. Ab 2021 soll für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard gelten. Die Richtwerte werden bis Ende 2018 bekanntgegeben.

2. Altbauten

Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 ausgetauscht werden. Heizungsanlagen, die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren ersetzt werden. Allerdings sieht die EnEV 2014 eine ganze Reihe von Ausnahmen bei der Austauschpflicht vor. So sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben, von der Pflicht ausgenommen, genauso wie viele selbstgenutzte Ein- und Zweifamilienhäuser.

Bis Ende 2015 müssen alle Obergeschossdecken die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, also gegebenenfalls gedämmt werden. Auch hier gelten unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen.

3. Energieausweis

Verkäufer und Vermieter müssen den Energieausweis bereits bei der Gebäudebesichtigung vorlegen. Dieser wandert nach Abschluss des Vertrages direkt an den Käufer oder Mieter. In neu ausgestellten Energieausweisen müssen die energetischen Kennwerte zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet werden. Die Skala reicht, ähnlich wie bei Elektro- und Haushaltsgeräten, von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hoher Energiebedarf).

Wichtige energetische Kennwerte, zum Beispiel der durchschnittliche Endenergiebedarf des Gebäudes, müssen künftig bereits in der Immobilienanzeige angegeben werden.

Nähere Informationen zur EnEV 2014 finden Sie hier.

 

Licht beeinflusst die Stimmung und Atmosphäre

Die richtige Beleuchtung in jedem Wohnraum

Licht hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden: Sonnige Tage sorgen für gute Laune. Im Wohnbereich hilft eine optimale Beleuchtung beim Entspannen, fördert die Konzentration oder wirkt anregend. Darüber hinaus kann eine geschickte Lichtgestaltung unterschiedliche Raumwirkungen erzeugen und beispielsweise kleine Räume größer wirken lassen. Es lohnt sich also, sich über das Thema Licht Gedanken zu machen.

Warmes oder kaltes Licht?

Die Farbtemperatur einer Lichtquelle wird in Kelvin gemessen. Dabei sorgt eine hohe Farbtemperatur für kühles, bläuliches Licht. Niedrige Farbtemperaturen erzeugen dagegen warmes und gemütliches Licht.

Warmweißes Licht (ww), mit Werten unter 2.900 K, schafft eine entspannende Wohlfühlatmosphäre und eignet sich vor allem für Schlaf- und Wohnräume. Neutralweißes Licht (nw) besitzt eine Lichtfarbe zwischen 3.300 und 5.300 K. Es sorgt für eine sachliche Atmosphäre und empfiehlt sich daher für Räume wie den Hobbykeller oder die Garage.
Ab 5.300 K spricht man von Tageslichtweiß (tw). Das Licht wirkt anregend und eignet sich besonders für den Arbeitsbereich.

Dampfgarer sparen nicht nur Energie

Energieeffizient Kochen mit Dampf!

Ein Dampfgarer spart beim Kochen bis zu 25 Prozent Energie ein, denn mehrere Speisen können gleichzeitig in einem Gerät zubereitet werden. Da der Dampf beim Garen isoliert wird, sind weder Geschmacks- noch Aromaübertragungen zu befürchten.

Je nach Bedarf und Geldbeutel gibt es Dampfgarer in unterschiedlichen Größen und Varianten: Sie haben die Wahl zwischen Einbau-, Stand- und Kombigeräten, den günstigeren Kleingeräten für Einsteiger oder ausgeklügelten Dampfbacköfen. Letztere lohnen sich vor allem für die Zubereitung größerer Essensmengen.

Dampfgaren spart nicht nur Energie, sondern ist zudem eine der gesündesten und fettärmsten Methoden, Lebensmittel zuzubereiten. Da die Speisen nicht im Wasser gekocht werden, sondern lediglich von heißem Wasserdampf umhüllt sind, bleiben Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Auch auf den Einsatz von Fett, Salz und anderen Gewürze kann weitestgehend verzichtet werden, denn der der Eigengeschmack der Lebensmittel wird beim Dampfgaren noch intensiviert.

Grundsätzlich können fast alle Nahrungsmittel mit Dampf gegart werden. Besonders geeignet sind Gemüse, Kartoffeln oder Fisch. Lediglich Speisen, bei denen ein Röstgeschmack erwünscht ist, sollten gebraten oder gegrillt werden.

Eine Checkliste zum Thema Dampfgarer finden Sie hier.

Bild: Siemens-Electrogeräte/HAUSGERÄTE+

 

LED-Lampen sind sehr empfehlenswert

Die Beleuchtung ist für rund 8 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich. Die alte und wenig effiziente Glühbirne soll laut EU-Verordnung nach und nach komplett vom Markt verschwinden. An ihrer Stelle drängen energiesparende, moderne Leuchtmittel in den Handel, wie z.B. die LED-Lampe.

LED-Lampen (Light Emitting Diodes) verbrauchen bis zu 90 Prozent weniger Energie als herkömmliche Glühlampen und leuchten etwa 50.000 Stunden (Glühbirne ca. 1.000 Stunden). Ihr Licht enthält keinerlei UV- oder Infrarot-Strahlung.

Auch gegenüber einer „Energiesparlampe“ hat eine LED-Lampen klare Vorteile: So ist die LED-Lampe noch effizienter in der Nutzung, hat niedrigere Betriebskosten und eine deutlich längere Lebensdauer. Sie enthält keine giftigen Stoffe und erzeugt nach dem Einschalten sofort 100 Prozent Helligkeit. Das einzige Manko: Noch sind LED-Lampen in guter Qualität teurer als Energiesparlampen. Aber das rechnet sich allein über die Lebensdauer!

 Bildquelle: Osram

Das Strommessgerät entlarvt große Stromfresser.

Einfach mal nachmessen…

Wie viel Strom ein Elektrogerät verbraucht, hängt unter anderem von seiner technischen Ausstattung, seinem Alter und seiner Benutzung ab. Viele Geräte wie Computer, Fernseher oder DVD-Player verbrauchen aber noch im Leerlauf, dem sogenannten Standby-Modus, Strom, einige Geräte sogar, wenn sie bereits ausgeschaltet sind!

Den Verbrauch eines Elektrogeräts können Sie mithilfe eines Strommessgerätes herausfinden. Das hat verschiedene Vorteile: Sie ermitteln Einsparpotenziale bei den Stromkosten, bekommen ein Gefühl für den Verbrauch der Geräte und spüren große und kleine Stromverbraucher auf.

Wie funktioniert ein Strommesser?

Das Strommessgerät wird wie ein Verlängerungskabel zwischen Elektrogerät und Steckdose geschaltet. Das Display zeigt den Stromverbrauch und die Kosten. Zuvor wird der aktuelle Strompreis eingegeben. Messbar sind Elektrogeräte, die über einen Stecker mit dem Stromnetz verbunden sind. Ausgenommen von Messungen sind festangeschlossene Geräte wie der Elektroherd oder der Durchlauferhitzer.

 Wie lange messen?

Den Stromverbrauch von Kühl- und Gefriergeräten sollte man über einen Zeitraum von 24 Stunden ermitteln, andere Geräte misst man eine Stunde. Bei Waschmaschinen, Wäschetrocknern oder der Geschirrspülmaschine nimmt man sich den einzelnen Arbeitsvorgang vor.

Überprüfen Sie insbesondere die Geräte, die auf Bereitschaft geschaltet sind. Vor allem bei Fernseher oder Computer lohnt es sich mal nachzumessen.

Tabellen mit Vergleichswerten finden Sie hier.