Archiv für den Monat: März 2014

Aus Effizienzgründen auf den Kochtopf achten!

Entsorgen Sie verbeulte Töpfe: Liegt der Topfboden nicht eben auf der Platte, verlängert sich die Kochzeit und es wird unnötig Energie verbraucht! Der Durchmesser des Topfs sollte außerdem der Größe des Kochfelds entsprechen. Bei zu kleinen Töpfen gehen Wärme und Energie verloren, bei zu großen Töpfen dauert das Ankochen sehr lange.

Lassen Sie beim Kochen den Deckel auf dem Topf, sonst entweicht sinnlos Wärme. Das gleiche gilt für schräg aufliegende Deckel. Auch hier geht Energie verloren. Topfgucker können durch einen Glasdeckel in den Topf schauen, ohne dass sie ihn abheben müssen.

Töpfe mit einer gut leitenden Bodenschicht, wie z. B. einer Aluminiumschicht, sorgen für eine gute Wärmeübertragung von der Kochstelle zum Topf und helfen so, Energieverluste zu vermeiden.

Setzen Sie für Gerichte mit langen Garzeiten, z. B. Schmorgerichte, den Schnellkochtopf ein. So können Sie Energie und vor allem Zeit sparen.

Verwenden Sie beim Kochen immer nur so viel Wasser, dass die Speisen knapp bedeckt sind. Vier Portionen Kartoffeln werden auch mit nur einer Tasse Wasser gar!

Übrigens: Die Gewohnheiten des Kochs sind für den Energieverbrauch ausschlaggebend (Zeitpunkt des Zurückschaltens, Kochen mit Topfdeckel, Topfgröße und -qualität, usw.). Deshalb gibt es aktuell kein standardisiertes Verfahren zur Messung des Energieverbrauchs, das Ankochen sowie Fortkochen mit niedrigerer Leistung berücksichtigt. Das bedeutet, dass es keine vergleichbaren Messwerte und aus diesem Grund kein Energielabel für Kochfelder gibt.

Bildquelle: Miele

Die Energiekosten für ein Vollbad sind ungefähr dreimal so hoch wie für eine Dusche

Energietipp: Warmwasserkosten senken

Knapp über 15 Prozent des durchschnittlichen Energieverbrauchs von Haushalten entfallen auf die Erwärmung von Wasser. Damit wird für die Warmwasserbereitung nach dem Heizen die meiste Energie benötigt. Rund 60 Liter warmes Wasser verbraucht jeder von uns im Schnitt täglich. Der größte Teil davon wird für die Körperpflege verwendet, der Rest geht fürs Waschen, Putzen und Kochen drauf.

Hier einige Tipps, wie Sie energieeffizient mit Wasser umgehen:

1. Kein Geheimnis: Die warme Dusche anstelle des heißen Bads spart bis zu 70 Prozent Wasser ein. Zum Vergleich: Für ein Vollbad benötigen Sie zwischen 120 und 150 Liter Wasser. Beim Duschen werden nur 30 bis 50 Liter Wasser gebraucht und natürlich auch entsprechend weniger Energie verwendet

2. Lassen Sie warmes Wasser nicht laufen. Schließen Sie den Wasserhahn während Sie sich einseifen, die Haare shampoonieren oder die Zähne putzen.

3. Mit Einhebelmischern statt Zwei-Griff-Armaturen lässt sich die Wassertemperatur schneller regulieren. Das spart Wasser und Energie.

4. Tropfende Hähne verschwenden sehr viel Wasser. Bereits bei einem Tropfen pro Sekunde gehen in 24 Stunden 20 Liter Wasser verloren. Verwenden Sie Keramikdichtungen für Ihre Armaturen.

Mehr Infos zum Thema Trinkwassererwärmung gibt es unter www.waerme-plus.de. Hier finden Sie Informationen zur Nutzung von Umweltwärme zur Warmwasserbereitung, zu aktuellen Förderprogrammen und vieles mehr.

Foto: Fotolia

 

 

Mit dem Smartphone Strom und Geld sparen.

Nützliche Apps für mehr Energieeffizienz

Wer mit seinem Smartphone Strom sparen will, seinen Energieverbrauch im Auge behalten möchte oder Tipps für umweltfreundliches Verhalten braucht, für den gibt es eine große Auswahl an kostenlosen Anwendungen. Wir stellen Ihnen in regelmäßigen Abständen einige wichtige Apps vor.

Ecotastic

Ecotastic belohnt umweltgerechtes Verhalten im Alltag mit nachhaltigen Gutscheinen von seinen Partnerunternehmen. Mit der Ecotastic-App sammeln Sie für jede umweltfreundliche Tat Punkte. Sie bilden zum Beispiel Fahrgemeinschaften, lesen Romane nur auf Ihrem E-Book-Reader oder benutzen stets den Thermobecher für Ihren Coffee to go? Für solche Aktionen sammeln Sie Punkte, die Sie später gegen Waren- oder Dienstleistungsgutscheine eintauschen können. Das Angebot reicht von nachhaltiger Mode über Carsharing bis hin zu Ökoenergie. Positiver Nebeneffekt: Man geht viel bewusster durchs Leben.

Für Android-Smartphones

HEA Energietipps

Die App hält nützlichen Tipps zum Energiesparen in sämtlichen Haushaltsbereichen bereit. Mit der Hilfe eines Vergleichsrechners entlarven Sie Stromfresser und können leicht Ihren eigenen Stromverbrauch analysieren. Darüber hinaus hält die App zu vielen Hinweisen passende Links bereit, damit Sie Ihr Wissen weiter vertiefen, und so noch mehr Geld sparen können.

Für iPhone

Energiespar-App

Mit der App von Schwäbisch Hall können Sie unterschiedliche, energiesparende Maßnahmen in Ihrem Zuhause durchspielen und vergleichen. Ein Kostencheck zeigt Ihnen, wie viel die Maßnahmen kosten würden und welche Einsparpotenziale sich ergeben. Auch liefert die App wertvolle Tipps und Infos zum Thema Modernisierung.

Für iPhone

DB Call a Bike App

Die App verrät Ihnen schnell und einfach die Standorte der nächsten verfügbaren Mieträder in Berlin, Frankfurt/Main, Karlsruhe, München, Köln, Stuttgart und an vielen ICE-Bahnhöfen. Per Smartphone können Sie das Rad direkt ausleihen und sind umweltfreundlich unterwegs.

Für iPhone und Android-Smartphones

 

 

E-Bikes sind ein modernes Fortbewegungsmittel

Die neue Lust am Radeln

Der Markt boomt: Der Absatz von E-Bikes in Deutschland steigt seit Jahren. Wurden 2005 gerade einmal 25.000 E-Bikes verkauft, waren es im vergangenen Jahr rund 430.000.

E-Bikes erleichtern das Radfahren. Gegenwind, starke Steigungen und lange Strecken bereiten keine Schwierigkeiten mehr. Davon profitieren ältere oder untrainierte Menschen genauso wie Eltern mit Kindern im Anhänger oder Berufstätige, die ungeschwitzt zur Arbeit fahren möchten.

Die E-Räder sind im Unterhalt günstig: Einmal Aufladen kostet zwischen 5-10 Cents. Da bei den Rädern unterschiedliche Akkutypen zum Einsatz kommen, kann die Leistung nicht pauschal vorausgesagt werden. Ganz grob geschätzt hält eine Akkuladung zwischen 20 und 80 Kilometern. Dabei ist die Reichweite von Faktoren wie dem Fahrstil, dem Gewicht des Fahrers, den Wetterbedingungen und natürlich von der Größe des Akkus abhängig.

 Der Akku, das Herzstück

Der Akku für das E-Bike sollte leicht, leistungsfähig, lange haltbar und unkompliziert austauschbar sein. Heute werden hauptsächlich Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) verbaut. Sie gelten als umweltfreundlich, überstehen längere Nutzungspausen gut und haben auch bei schlechtem Wetter einen geringen Leistungsverlust.

Moderne Lithium-Akkus laden 4 bis 8 Stunden und halten bei sorgfältigem Umgang ca. 500-1000 Ladezyklen, was einer Lebensdauer von 4-5 Jahren entspricht. Allerdings nimmt die Ladekapazität nach etwa 500 Voll-Ladezyklen langsam ab.

Wie viel Strom wird verbraucht?

Bei einer Strecke von täglich 15 km verbraucht ein E-Bike aufs Jahr gerechnet etwa 44 kWh. Zum Vergleich: Ein Laptop verbraucht etwa 58 kWh, ein Kühlschrank etwa 250 kWh im gleichen Zeitraum.

Im Unterschied zu Mofa, Moped, Motorrad und Auto schneidet das E-Bike energetisch sehr gut ab.

Pedelec oder E-Bike?

Es gibt zwei Typen von Elektrofahrrädern. Will man etwas für seine Fitness tun, ist man mit einem Pedelec (Pedal Electric Cycle) gut beraten. Während der Fahrer ins Pedal tritt, springt ein akkubetriebener Elektromotor an und unterstützt die Muskelkraft.

Bei den Pedelecs unterscheidet man zwischen zwei Varianten. Normale Pedelecs besitzen einen maximal 250 Watt starken Motor, der den Fahrer bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h unterstützt. Danach schaltet er sich ab und der Fahrer kann das Pedelec nur durch eigene Kraft beschleunigen. Das normale Pedelec gilt, trotz des Motors, als Fahrrad und benötigt keinen Führerschein, Zulassung oder Versicherungskennzeichen.

Die schnellere S-Pedelec besitzt einen stärkeren Motor (350 oder 500 Watt) und schaltet seine Unterstützung erst bei 45 km/h ab. Bei dieser Variante sind Zulassung, Versicherung und eine entsprechende Fahrerlaubnis erforderlich.

Bei Elektrofahrrädern, den sogenannten E-Bikes, entfällt das Pedalieren dagegen komplett. E-Räder werden ausschließlich von dem integrierten Elektromotor betrieben und haben einen Gasgriff zum Beschleunigen. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h zählen sie zu den Leichtmofas. Sie sind versicherungs- und zulassungspflichtig und benötigt ein Verkehrskennzeichen. Zudem brauchen Personen, die nach dem 01.04.1965 geboren sind, einen Führerschein für das E-Bike.

Bildquelle: Bosch Media Service

 

Wie errechnet sich eine kWh?h

Was ist eine kWh?

Der Stromverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) erfasst und abgerechnet. Aber was genau versteht man unter einer kWh?

Die elektrische Leistung eines Elektrogerätes wird in Watt (W) angegeben. Diese Leistungsfähigkeit, die in der Regel auf den Typschildern der Geräte abzulesen ist, entscheidet allein aber noch nicht über den Verbrauch bzw. die Höhe der Stromrechnung. Ausschlaggebend ist die elektrische Arbeit (oder elektrische Energie). Sie entspricht der „Arbeit“, die ein Gerät mit einer definierten Leistung innerhalb einer bestimmten Zeit verrichtet.

Beispiel: Ein elektrischer Haartrockner mit einer Nennleistung von 1.000 W (oder 1 kW) wird über einen Zeitraum von 5 Minuten (0,05 Stunden) betrieben. Er verbraucht 50 Wh oder 0,05 kWh. (Berechnung: 1000 W x 0,05 h = 50 Wh).

 

Verbrauche ich zu viel Strom?

Ein deutscher Single-Haushalt benötigt im Schnitt etwa 2.050 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr, ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht etwa 4.750 kWh jährlich.

Wie viel Strom ein Haushalt verbraucht ist neben dem persönlichen Nutzverhalten vor allem abhängig vom spezifischen Verbrauch seiner Elektrogeräte. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Haushaltsgeräte zu viel Strom verbrauchen, empfiehlt sich die Überprüfung mit der Hilfe eines Strommessgerätes. Damit können Sie den Stromverbrauch aller Geräte, die über den Stecker mit dem Stromnetz verbunden sind, ganz einfach ermitteln. Bei fest angeschlossenen Elektrogeräten, wie Elektroherd oder Durchlauferhitzer, ist die Messung nicht möglich.

Unser Tipp: Sie müssen das Messgerät nicht gleich selbst kaufen, sondern können es bei vielen Energieversorgern für einen gewissen Zeitraum ausleihen. Die Energieberater helfen Ihnen außerdem bei der späteren Auswertung der Ergebnisse und geben sinnvolle Spartipps. Schauen Sie auf der Webseite Ihres Energieversorgers nach, ob er Messgeräte verleiht!