Archiv für den Monat: Februar 2014

Räume sollten unterschiedlich beheizt werden

Richtwerte für sinnvolle Raumtemperaturen

In deutschen Haushalten geht rund drei Viertel der Energie fürs Heizen drauf.  Dabei kann man ganz leicht Kosten einsparen, wenn man beachtet, dass jedes Grad Celsius weniger die Heizkosten um sechs bis acht Prozent senkt.

Da Räume zu unterschiedlichen Zwecken und Zeiten genutzt werden, sollten sie auch unterschiedlich beheizt werden. Natürlich muss jeder für sich selbst herausfinden, bei welchen Temperaturen er sich wohl fühlt. Es gibt jedoch Richtwerte für angenehme und sinnvolle Raumtemperaturen, die sich bewährt haben, und die man als Grundlage für die richtige Einstellung der Soll-Temperatur an den Thermostaten in den einzelnen Räumen nutzen kann:

Das Badezimmer sollte vor allem morgens kuschelig warm sein. Die optimale Raumtemperatur liegt hier bei 23 °C. Da man in kühlen Räumen besser schläft, reichen im Schlafzimmer Raumtemperaturen zwischen 15 und 18 °C aus. Für das Wohnzimmer werden Werte von 20 bis 22 ° C empfohlen, und das Kinderzimmer sollte eine Raumtemperatur von 20 °C haben. In der Küche, wo der Backofen oder Herdplatten den Raum schon mal mitbeheizen, liegen die optimalen Raumtemperaturen zwischen 18 und 20 °C. Und da man sich eher selten für längere Zeit im Flur aufhält, reichen dort 15 °C aus.

 

Neue Waschmaschinen sparen Strom und Wasser.

Saubere Sachen: Sparen beim Waschen

Dreimal wöchentlich wird in einem deutschen Durchschnittshaushalt die Waschmaschine angeworfen. Leider läuft beim Waschen oftmals vieles falsch: Die Waschmaschine ist nicht voll beladen, es wird zu heiß gewaschen oder das Waschmittel wird falsch dosiert.
Beachtet man ein paar Punkte, lassen sich ganz leicht Strom und Wasser sparen, und die Wäsche wird trotzdem sauber:

1. Die Trommel sollte immer voll beladen werden. Die alte Regel, wonach eine Handbreit Platz bleiben muss, gilt für heutige Waschmaschinen nicht mehr.

2. Die Vorwäsche kann man sich meistens sparen. Nur bei sehr stark verschmutzter Wäsche, wie Berufs- oder Gartenkleidung, kann sie nötig sein.

3. Kochwäsche bei 95 °C ist unnötig! Normal verschmutzte Kochwäsche wird auch bei 60 °C sauber. Der größte Teil der Energie wird beim Waschen durch das Erhitzen des Wassers verbraucht. So sinkt der Stromverbrauch um 40 Prozent bei einer Waschtemperatur von 30 statt 40 °C, bei 40 statt 60 °C sind es 44 Prozent.

4. Die heutigen Waschmittel sind auch mit kaltem Wasser sehr leistungsfähig. Bei der Dosierung sollte man sich an der Verschmutzung, der Wasserhärte und den Herstellerangeben orientieren. Überdosierung belastet die Umwelt, Unterdosierung kann wiederum zu Schmutz- und Kalk-Ablagerungen im Gewebe und an der Maschine führen.

5. Moderne Waschmaschinen verbrauchen wesentlich weniger Wasser als ältere Modelle, und je weniger Wasser aufgeheizt werden muss, desto mehr Energie wird gespart. Beim Kauf einer neuen Waschmaschine sollte man außerdem auf das Energielabel achten. Neben dem Energieverbrauch (A+++ bedeutet niedriger Verbrauch) ist auch die Schleuderwirkung relevant (A bedeutet besser).

Weitere Infos zu Waschmaschinen und nützliche Tipps zur richtigen Pflege von Textilien gibt es hier:
www.hausgeraete-plus.de

Energieeffizienz, was heißt das?

Die Bezeichnungen „Energiesparen“ und „Energieeffizienz“ werden zwar häufig synonym verwendet, haben aber unterschiedliche Bedeutungen. Energiesparen ist die Reduzierung des Energieverbrauchs, also zum Beispiel das Ausschalten der Beleuchtung in ungenutzten Räumen. Unter Energieeffizienz versteht man dagegen die bessere Nutzung der eingesetzten Energie, oder anders: Die Erzielung eines größtmöglichen Nutzens durch den geringstmöglichen Einsatz von Energie. So lässt sich zum Beispiel durch die richtige Isolierung von Wänden mit weniger Energie die gleiche Raumtemperatur erzielen. Ein anderes Beispiel: Eine effiziente Waschmaschine verbraucht weniger Strom, hat aber trotzdem eine optimale Waschleistung.

Beides, Energiesparen und der effiziente Umgang mit Energie, wird in Zukunft immer wichtiger. Daher lohnt sich auch ein kritischer Blick auf die größten Verbraucher in Ihrem Haushalt, das sind Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine und Co. Die haben oftmals eine Lebensdauer von 10 Jahren und länger. Sollten in Ihrem Heim also noch Modelle von Vorgestern stehen, schmeißen Sie sie am besten gleich raus. Die Investitionen in neue und effiziente Geräte amortisieren sich bereits nach kurzer Zeit. Außerdem bestechen die neuen Geräte durch ein stylisches Design, und sie sind nicht so sperrig und laut wie ihre Vorgänger.

Da etwa ein Viertel des Stromverbrauchs mittlerweile auf das Konto von Informations-, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik geht, sollten Sie auch diesen Bereich einmal ausmisten. So verbraucht ein PC im Vergleich zu einem Laptop mehr als doppelt so viel Strom!

Mehrfachsteckdose: Mit einem Klick lassen sich alle Geräte vom Netz trennen

Geringinvestive Maßnahmen rechnen sich

Energiesparen beginnt in den eigenen vier Wänden. Mit geringen Maßnahmen können Eigenheimbesitzer ihr Zuhause auf mehr Energieeffizienz trimmen und auch noch den Wohnkomfort erhöhen. Hier drei Tipps:

1.    Mehrfachsteckdosen sind eine tolle Erfindung: Mit einem Klick lässt sich eine Menge Energie einsparen. Denn PC- und Unterhaltungselektronikgeräte verursachen im Standby-Modus bis zu 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs. Es lohnt sich also in jedem Fall, die Steckdose bei längerer Nichtnutzung, z.B. nachts, abzuschalten und alle Geräte vom Netz zu trennen.

2.    Eine weitere Möglichkeit den Energieverbrauch im Standby-Modus zu verhindern ist der Einsatz von Zeitschaltuhren. Die damit verbundenen Haushaltsgeräte schalten sich zu den programmierten Zeiten automatisch an und aus. Zeitschaltuhren eignen sich vor allem zur Steuerung von Geräten, die täglich zur gleichen Zeit genutzt werden, wie zum Beispiel die Kaffeemaschine. Kleiner Sicherheitstipp: Einbrecher lassen sich mit den Geräten gut an der Nase herumführen. So können Sie im Urlaub durch gezieltes An- und Ausschalten von Lampen, Fernseher oder Rollläden ein bewohntes Haus vortäuschen.

3.    Sind Sie vergesslich oder ein bisschen zu faul, das Licht hinter sich auszuknipsen? Hier helfen Präsenzschalter oder Infrarot-Bewegungsmelder. Die Geräte sorgen dafür, dass das Licht nur dann angeht, wenn es tatsächlich benötigt wird. Sie eignen sich besonders für den Keller, die Garage oder den Hausflur. Präsenzschalter reagieren mit Infrarotsensoren auf Körperwärme, Bewegungsmelder – wie der Name schon sagt –  auf Bewegung. Mit den Helfern lassen sich immerhin bis zu 25 Prozent Energie einsparen. Doch Vorsicht: Damit sich die Anschaffung eines solchen Gerätes wirklich lohnt, sollten Sie vorher den Eigenverbrauch checken. Der sollte nicht über einem Watt liegen.

Energielabel

Das Energielabel

Private Haushalte sind für 26 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Rund die Hälfte davon verbrauchen Haushaltsgeräte wie Fernseher und Co. Beim Kauf eines neuen Gerätes sollten Sie daher immer auf niedrigen Strom- und Wasserverbrauch achten. Das spart bares Geld!

Zur Orientierung, wie viel Energie bestimmte Geräte verbraten, gibt es seit 1998 das von der EU vorgeschriebene Energielabel. Ein neues einheitliches EU-Label zur Kennzeichnung der Energieeffizienzklassen wird seit Ende 2011 schrittweise für verschiedenste Geräte verbindlich.

Das Label ordnet die Geräte in Energieeffizienzklassen von A+++ (niedriger Verbrauch) bis G (hoher Verbrauch) ein. Achtung: Bereits die Unterschiede zwischen A+++ und A sind enorm. Zum Beispiel verbraucht ein neuer Kühlschrank mit der Kennzeichnung A+++ etwa 60 Prozent weniger Strom als ein A-Modell. Das spart immerhin 50 Euro pro Jahr ein.

Auch bei Fernsehgeräten lässt sich sparen, hier reicht die Skala derzeit von A++ bis F. Innerhalb von sieben Jahren – solange lebt die Flimmerkiste im Schnitt – können Sie mit einem A+-Fernseher gegenüber einem ähnlichen Gerät der B-Kategorie Stromkosten von knapp 350 Euro sparen. Gegenüber einem ganz alten Röhrengerät sind sogar über 1000 Euro drin!

Noch ein paar Fakten: Mit der Überarbeitung des EU Energielabels werden seit Dezember 2011 im Handel keine Waschmaschinen oder Geschirrspüler mehr mit der Energie-Effizienzklasse B angeboten. Seit Juni 2012 gibt es auch keine Kühl- und Gefrierschränke in der Energieeffizienzklasse A mehr, die Geräte gehören den Klassen A+ bis A++ an.

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, sich demnächst einen neuen Staubsauger zuzulegen: Ab dem 1. September 2014 führt die EU auch ein Energielabel für Staubsauger ein. Ab dann dürfen nur noch Staubsauger mit einer Leistung von unter 1600 Watt in den Verkauf gehen. Der Verbrauch eines Gerätes in der besten Energieeffizienzklasse A liegt dann bei weniger als 850 Watt.

Mehr Infos und welche Geräte unter die Kennzeichnungspflicht fallen, erfahren Sie hier:

www.newenergylabel.com
www.hausgeraete-plus.de