Lichterkettenglanz

Die weihnachtliche Lichterdekoration gehört zum Advent genauso wie Lebkuchen und Glühwein. Doch seit die gute alte Glühbirne aufgrund von EU-Verordnungen das Feld räumen musste, sind auch die klassischen Lichterketten mit Glühlämpchen nicht mehr so einfach zu bekommen. Zu Recht, LED-Lichter sind viel besser. Nicht nur sind diese viel energieeffizienter, sie haben auch eine weitaus höhere Lebenserwartung als die alten Glühbirnen. Und da so mancher Weihnachtsfan die gesamte Adventszeit (bis weit ins neue Jahr hinein) dazu nutzt, Lichterketten in allen möglichen Farben und Formen an Fenstern, Balkonen, Gärten, Bäumen und Tieren brennen und blinken zu lassen, kann es nicht schaden, denn Stromverbrauch im Auge zu behalten. Der kann durch den Einsatz von LED-Leuchten um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Zum Vergleich: Eine klassische Lichterkette mit Glühlämpchen kommt im Dezember bei acht Stunden Brenndauer pro Tag auf ungefähr 19 Euro Stromkosten. Knipst man eine vergleichbare LED-Lichterkette an, macht das nur noch etwa 1,20 Euro aus. Zugegeben, die Anschaffung ist erstmal etwas teurer, aber echte Liebhaber des weihnachtlichen Lichterzauber-Marathons haben das schnell wieder drin.

Nebenbei bemerkt: Um ihre volle Wirkung zu entfalten, sollten Lichterketten erst mit Einbruch der Dunkelheit zum Einsatz kommen und, aus Rücksicht auf die Nachbarn, auffällige Beleuchtung nicht die ganze Nacht durchblinken. Zeitschaltuhren helfen beim Timing und beim Stromsparen.

Egal welche Beleuchtung man nun wählt, um sich in Festtagsstimmung zu versetzen, bevor man die Lichterdeko der vergangenen Jahre hervorkramt und anwirft, sollte man sie auf Beschädigungen an Stecker, Kabel und Lämpchen prüfen. Defekte Teile müssen ausgetauscht werden, da man sonst Stromschläge oder Brände riskiert. Bei Neuanschaffungen bitte die Finger von Billig-Ware aus Ländern lassen, die unsere Weihnachtsbräuche nicht so ernst nehmen wie wir selbst. Sichere Produkte erkennt man an dem GS-Zeichen für geprüfte Ware. Außerdem sollte man unterscheiden zwischen Außen- und Innenbeleuchtung. Denn im Garten oder auf dem Balkon herrschen natürlich andere Witterungsverhältnisse als im heimischen Wohnzimmer. Für die Außenbeleuchtung ist das Kürzel IP 44 wichtig. Es zeigt, dass die Beleuchtung wetterfest ist. Übrigens schneiden LED-Lichter auch bei der Sicherheit besser ab als die Glühbirne. Sie entwickeln weniger Wärme und sind daher weniger brandgefährlich.

Richtig Heizen

Rund 70 Prozent des Energieverbrauchs im Haushalt geht für das Heizen drauf. Der Anteil des CO2-Austoßes macht immerhin 60 Prozent aus. Umso wichtiger ist es, im Winter bewusst zu heizen.

Geschlossene Rollläden und Vorhänge: Wer welche hat, sollte die Rollläden über Nacht schließen. Das verringert die Wärmeverluste durch das Fenster um rund 20 Prozent. Auch geschlossene Vorhänge helfen dabei, die Heizkosten gering zu halten. Achtung: Heizkörper sollten nie durch Vorhänge abgedeckt oder mit Möbeln zugestellt werden – dann kann die erwärmte Luft nicht im Raum zirkulieren.

Nicht überheizen: Nur wenige Grad mehr machen einen großen Unterschied bei der Heizkostenabrechnung. Im Wohnbereich sollte die Temperatur daher 20 bis 22 Grad Celsius nicht übersteigen. Auch im Bad darf es etwas wärmer sein, 22 Grad Celsius sind hier ideal. In der Küche reichen rund 18 Grad aus, im Schlafzimmer auch. Nachts bitte die Heizung in Wohn- und Arbeitsräumen nur um 4 bis 5 Grad herunter drehen, da sonst zu viel Energie beim Wiederaufheizen benötigt wird.

Temperaturregelung hilft: Ein programmierbares Thermostatventil, das die Wärmezufuhr automatisch regelt und Räume selbsttätig zu den eingegebenen Zeiten auf die gewünschte Temperatur heizt, spart bis zu 10 Prozent Heizenergie ein.

Heizung entlüften: Wird die Heizung nicht gleichmäßig warm und gluckert, kann es sein, dass sich zu viel Luft im Heizkörper befindet. Dann muss sie entlüftet werden. Dafür die Heizung zunächst voll aufdrehen und mit einem Vierkantschlüssel das Entlüftungsventil langsam öffnen. Um das entweichende Wasser aufzufangen, sollte vorher ein Eimer oder Lappen unter das Entlüftungsventil platziert werden. Sobald ein Wasserstahl abfließt, kann das Ventil wieder zugedreht werden. Entlüften spart bis zu 15 Prozent Energie.

Regelmäßig Lüften: Frische Luft verhindert Feuchtigkeit und Schimmel in den Wohnräumen und sorgt zudem für eine gute Luftqualität. Während geheizt wird, sollte das Fenster aber niemals gekippt sein, dass treibt die Heizkosten in die Höhe. Besser ist regelmäßiges Stoßlüften, also das Fenster ganz öffnen und etwa fünf Minuten kräftig durchlüften.

Weihnachtskalender selbst gemacht

Schon lange sind die Kalender mit den 24 Überraschungen nicht mehr nur etwas für kleine Kinder. Inzwischen sind Adventskalender in den verschiedenen Varianten und mit unterschiedlichsten Inhalten auch sehr beliebt bei Erwachsenen. Leider verursachen gekaufte Kalender meist einen Haufen Verpackungsmüll und kosten sehr viel Geld. Dabei lassen sich schöne Adventskalender ohne großen Aufwand selbst basteln. Nachhaltig befüllt  sind die individuell gestalteten Kalender nicht nur viel schöner als die gekaufte Variante, sie schonen auch unsere Umwelt und den Geldbeutel. Außerdem ist das Basteln in der Vorweihnachtszeit eine schöne Beschäftigung für die gesamte Familie. Hier ein paar Ideen:

Aus Altglas: Ausgewaschene Babybrei-, Marmeladegläsern oder Konservendosen lassen sich wunderbar zu Adventskalendern umfunktionieren. Dazu je ein Stück Basteldraht fest um die Glasöffnung legen und kleine Henkel formen. Nun die Gläschen nach belieben mit Stoffresten, Schleifen, Farbspray oder Weihnachtspapier dekorieren und anschließend mit Zahlenaufklebern versehen. Die Gläser können an einer langen Schnur aufgehängt werden oder auf einer Fläche einfach zusammenstehen.

Aus Streichholzschachteln: Die Streichholzschachteln eigenen sich für kleine Botschaften, Gedichte oder kleinere Präsente und Süßigkeiten. Die Schachteln könnt ihr mit Geschenkpapier, Fotos, alten Zeitschriften bekleben oder mit Farbe bepinseln, dann noch mit Zahlen versehen. Anschließend die 24 Schachteln beispielsweise zu einer kleinen Pyramide zusammenbauen. Dafür einfach 8 Streichholzschachteln für die unterste Etage zusammenkleben, darüber kommen dann 6 Schachteln, darüber dann 4 usw., bis nur noch eine Schachtel übrig bleibt.

Aus Klorollen: Toilettenpapierrollen werden im Handumdrehen kleinen Geschenkboxen. Die Rollen einfach bunt bemalen oder mit weihnachtlichen Motiven aus Zeitschriften bekleben, anschließend mit Zahlen versehen. Auf einer Seite einknicken und verschließen. Auf der anderen Seite das Geschenk einfüllen und das Ende ebenfalls zuklappen. Die fertigen Päckchen mit Faden umwickeln und an einem Kleiderbügel oder einem Ast aufhängen.

Viele weitere Ideen zu den Adventskalendern gibt es im Internet, z.B. bei Happy Dings.

Kampf gegen Plastikmüll

Auf unseren Meeren und Ozeanen treiben rund 150 Millionen Tonnen Plastikmüll. Da sich Plastik sehr langsam zersetzt, ist die Vermüllung mittlerweile zu einem globalen Problem geworden — mit gravierenden Folgen für Natur, Mensch und Tier.

Die EU-Kommission will daher Wegwerfprodukte aus Kunststoff reduzieren oder sogar gänzlich verbieten. In einem Richtlinienentwurf forderten die Abgeordneten des EU-Parlaments Ende Oktober, dass Einweg-Plastikprodukte wie Strohhalme oder Wattestäbchen ab 2021 vom europäischen Markt verschwinden sollen. Bis 2025 sollen die Mitgliedsstaaten den Verbrauch von Einwegprodukten um ein Viertel gesenkt haben. Nun müssen die Mitgliedsstaaten dem Verbot zustimmen. Zwar hat sich die Bundesregierung für ein Aus von Wegwerfplastik ausgesprochen, leider wird in Deutschland derzeit aber mehr Müll produziert als jemals zuvor. So wurden 2017 hierzulande 4,4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen hergestellt. Das sind 100.000 Tonnen mehr Plastikmüll als im Jahr davor.

Erneuerbare 38 Prozent unseres Stromverbrauchs decken?

Erneuerbare Energien sind auf der Überholspur. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres konnten sie fast 40 Prozent unseres Bruttostromverbrauchs decken. Das ist ein Anstieg von drei Prozent zum Vorjahreszeitraum. Grund dafür sind die guten Wetterbedingungen, so hatten wir in mehreren Monaten ein starkes Windaufkommen und besonders viele sonnige Tage.

Insgesamt 170 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen wurden in den ersten drei Quartalen 2018 erzeugt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum noch 155,5 Mrd. kWh. Die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle nimmt dagegen stetig ab. In diesem Jahr lag sie sie bei 172 Mrd. kWh und damit um sieben Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 184 Mrd. kWh..

Quelle: bdew

Eine Million Elektrofahrzeuge sollen bis 2020 auf Deutschlands Straßen fahren.

Neue Studie: Elektroautos

Im Rahmen der Studie „E-Mobilität – wie ticken die deutschen Internetnutzer?“, die CHIP gemeinsam mit EFAHRER.com durchgeführt hat, wurden im Sommer diesen Jahres 1.000 Deutsche online zum Thema E-Mobilität befragt. Ziel der Studie war es herauszufinden, wie informiert die Bürger über E-Mobilität sind. Nüchternes Ergebnis: Etwa 67% der Befragten gaben an, schon einmal von E-Mobilität gehört zu haben. Immerhin 41% finden die Thematik sehr interessant, davon mehr Männer (27%) als Frauen (15%). Die meisten Deutschen fühlen sich allerdings nicht gut informiert. So gaben über die Hälfte der Befragten (56%) an, einen „weniger guten“ Kenntnisstand zu besitzen. Indes fühlen sich 27% sehr gut über E-Mobilität informiert.

Worüber soll informiert werden? Ganz klar: Rund 70 % der Befragten wünschen sich Testberichte zu E-Autos und Modellvergleiche. Genauso gefragt sind Informationen zu staatlichen Förderungsmöglichkeiten von E-Autos.

Wie sieht es für E-Mobilität in Deutschland aus? Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2020 rund eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren sehen. Ein ambitioniertes Ziel, denn derzeit gibt es hierzulande knapp 54.000 Elektroautos . Zwei der größeren Herausforderungen, vor denen Elektroautos stehen, sind die geringe Akkureichweite und die unzureichende Infrastruktur von Ladestationen. Aber auch der vergleichsweise hohe Kaufpreis hält viele Interessierte vom Kauf ab.

Umweltbundesamt will Fußverkehr stärken

Zu Fuß gehen entlastet die Umwelt und ist gut für die Gesundheit. Nun will das Umweltbundesamt diese Fortbewegungsmöglichkeit fördern und ruft dazu auf, häufiger zu Fuß zu gehen.

Auf dem Fußverkehrskongress in Berlin wurde zu diesem Zweck bereits ein Strategiepapier vorgestellt. Um die Deutschen zu mehr Fußgängen zu animieren, soll der Fußverkehr sicherer und barrierefreier werden. Dafür soll es künftig breitere Gehwege und kürzere Wartezeiten an Ampeln geben. Dagegen soll für Autofahrer in den Städten Tempo 30 flächendeckend eingeführt werden und Falschparker sollen mit höheren Bußgeldern zur Kasse gebeten werden.

Wer sein Auto öfter stehen lässt, schone nicht nur die Umwelt, sondern spare Geld und tue was für seine Gesundheit, so das Umweltbundesamt. Bis 2030 will die Behörde mit der Fußverkehrsstrategie die Zahl der Fußgänger von derzeit etwa 27 Prozent in den Städten auf 41 Prozent erhöhen.

Zeitumstellung auf Winterzeit

Jedes Jahr im Herbst werden die Uhren umgestellt, und zwar am letzten Wochenende im Oktober. In diesem Jahr werden also am Sonntag, den 28. Oktober 2018 um 3 Uhr in der Früh alle Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt. Das heißt, wir können eine Stunde länger schlafen, aber dafür wird es auch eine Stunde früher dunkel.

Das könnte die letzte Umstellung auf Winterzeit werden, denn nachdem sich Mehrheit der EU-Bürger bei einer Abstimmung gegen eine Zeitumstellung ausgesprochen hat, denkt die EU-Kommission nun über die Abschaffung derselben ab März 2019 nach. In diesem Fall könnte jedes Land für sich entscheiden, ob es dauerhaft die Sommer- oder Winterzeit haben will.

In Deutschland wurde die Zeitumstellung 1980 eingeführt, mit dem Ziel Energie zu sparen. Mit der Einführung der Sommerzeit sollte das Tageslicht besser genutzt werden, also das Licht erst später eingeschaltet werden. Allerdings wird diese Energieersparnis aufgehoben, da wir im Herbst und Frühjahr nun morgens eine Stunde früher heizen.

Elektroreturn: Recycling von Kleinschrott

In vielen Haushalten sammeln sich alte Handys, Kabel, Druckpatronen etc. an. In den Hausmüll gehört der Abfall auf keinen Fall, also wohin damit?

Electroreturn heißt der Service der Deutschen Post, mit dem wir umweltfreundlich und kostenlos kleineren Elektroschrott entsorgen können. Dazu die ausrangierten Kleingeräte wie Handys, PC-Bauteile oder Kameras einfach in einen Maxibriefumschlag stecken. Der darf höchstens einen Kilo schwer sein und die Größe von 35 x 25 x 5 Zentimetern nicht überschreiten. Auf der Website der Post gibt es das kostenlose Electroreturn-Versandlabel zum Ausdrucken. Jetzt nur noch den Brief in den Briefkasten werfen, und ab geht die Post.

Der eingesandte Kleinschrott wird von der Post an ein Entsorgungsunternehmen weitergeleitet. Dort werden wiederverwertbare Rohstoffe zurückgewonnen und erneut in den Produktionskreislauf eingebracht. Mittlerweile bietet auch die Telekom gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe unter dem Namen „Handys für die Umwelt“ eine kostenlose Rücksendung für alte Mobiltelefone an.

Abschied von der Halogenlampe

Nach der Glühbirne kommt jetzt auch das Aus für die Halogenlampe. Das eigentlich schon für September 2016 geplante Verkaufsverbot für Halogenleuchtmittel gilt seit dem 1. September diesen Jahres in der gesamten EU. Damit ist auch die letzte Phase der EU-Ökodesign-Richtlinie aus dem Jahre 2009 in Kraft getreten.

Betroffen von dem Verkaufsstop sind die Halogenlampen mit Schraubgewinde, sowie Hochvolt- und Niedervolthalogenlampen. Zudem dürfen fast alle Halogenlampen mit einer Energieeffizienzklasse niedriger als B nicht mehr neu in den Markt gebracht werden. Ausnahmen wird es aber beispielsweise bei platten Spätlampen für Deckenstrahler und für Halogenlampen in Schreibtischlampen geben. Auch dürfen Restbestände weiterhin verkauft, aber eben nicht mehr produziert werden.

Durch das Halogenlampen-Verbot will die EU-Kommission Strom sparen, und zwar jährlich so viel, wie Portugal in einem Jahr verbraucht. Das soll mithilfe von energieeffizienteren LEDs geschehen. Die sind in der Anschaffung zwar meist noch etwas teurer als Halogenlampen, die Mehrkosten hat man allerdings ziemlich schnell wieder drin.